Mam Mam Burger Nürnberg vordere Sterngasse und Tetzelgasse

Mam Mam Burger Nürnberg

Die Filiale in der vorderen Sterngasse in Nürnberg ist schon die zweite Niederlassung von Mam Mam Burger Nürnberg. Begonnen hat die Mini-Kette am Standort der ehemaligen „Ruhestörung“ in der Tetzelgasse in der Sebalder Altstadt. Nun gibt es den Laden also auch in Lorenz – die ohnehin jüngst hyperaktive Gastro-Szene des Nürnberger Zentrums ist um ein weiteres Burger-Outlet reicher.

Das neue „Mam Mam Burger“ in der vorderen Sterngasse Nürnberg ist so neu, dass es noch  nicht mal auf der Homepage von Mam Mam Burger zu finden ist. Ich war schon dort… aber mit mir auch schon viele andere Gäste. Denn natürlich ist die vordere Sterngasse eine spitzenmässige Location für die vielen Leute, die in der Innenstadt arbeiten und die gerne stilvoll Mittagspause machen wollen.

Das war auch der Grund meines Besuchs. Burger- und Frittenbuden gibt es in letzter Zeit in Nürnberg allerdings wahrlich genug. Ich nenne nur in unmittelbarer Nähe von Mam Mam Burger die „Auguste“ im K4 oder „Hans im Glück“ in der Königsstraße. Der Bedarf scheint allerdings immer noch nicht gedeckt zu sein, wenn man sich das zur Mittagszeit jetzt schon brummende Mam Mam Burger anschaut.

Der Laden hat ein ganz einfaches Motto: „Burger. Fritten“. Die Speisekarte hängt über dem Tresen an der Decke. Dort bestellt man auch sein Essen nach dem üblichen Baukasten-Prinzip. Ein einfacher Burger kostet erstmal 6,50. Dann gibt es noch diverse Extras. In meinem Falle waren das einmal schön krosse Bacon-Streifen für 2 Euro und Jalapenos für schlappe 50 Cent. Dazu gönnte ich mir noch Fritten und einen Coleslaw. Damit hatte ich dann auch schon mehr oder weniger die ganze Speisekarte durch. Am Ende hatte ich 13 Euro zu bezahlen, was ich noch fair finde für diesen Standort.

Der Burger war wirklich sehr gut, das Fleisch schön rosa gebraten, das Gemüse knackig. Die Semmel gehörte gottseidank nicht zu der häufig anzutreffenden Spezies, die sofort zerbröselt, wenn man versucht, sie in die Hand zu nehmen. Insgesamt war der Burger nicht zu groß und einfach rundum lecker. Ein großer Pluspunkt.

 

Bei den Pommes rümpfte ich zunächst innerlich die Nase. Denn die sind aus ungeschälten Kartoffeln (was noch kein Nachteil ist) und mit Paprika oder ähnlichem bestreut und damit ungewohnt dunkel. Außerdem waren zumindest meine Pommes nicht kross, sondern eher weich, dafür aber auch innen völlig gar. An den ungewohnten Geschmack und die ungewohnte Konsistenz habe ich mich aber schnell gewöhnt und fand das Ganze dann ebenfalls sehr lecker. Die Pommes-Portion bei Mam Mam Burger war für mich nicht zu schaffen, weil einfach zu groß. Aber auch das ist natürlich kein Nachteil.

Der einzige kleine Kritikpunkt ist für mich der Coleslaw bei Mam Mam Burger. Guter Coleslaw besteht, so finde ich, aus in dünne Streifen geschnittenem Kohl mit ebenfalls dünn gestiftelten Karotten. Wie es richtig geht, kann man zum Beispiel im Nürnerger „Steak Point“ bei Karstadt bestaunen. Denn zum runden Coleslaw-Erlebnis gehört noch eine nicht zu feste Majo und ein gaaanz kleines bißchen Frühlingszwiebeln. Bei Mam Mam Burger war der Kohl jedoch leider völlig kleingehäckselt und mit zu wenig Sauce versehen. Die resultierende Pampe, die man noch dazu mit einer Holzgabel essen muß, fand ich sehr wenig delikat. Also daran könnte man nochmal arbeiten.

Alles andere – auch die sehr freundliche Bedienung und die lustige Oldie-Musik mit Elvis, Little Richard und den Beatles – möge man bitte genau so lassen, vor allem die Erfrischungstücher für fettige Burger-Hände. Aber bitte stellt noch Salzstreuer auf den Tisch.

primark

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