Fränkischer gekochter Klossteig selbstgemacht

Kloßteig selbstgemacht Knödelteig

Ich gestehe: Die ersten 4 Jahre meines Lebens dachte ich: Kloßteig selbstgemacht – was für ein Quatsch! Schließlich gibt es ja soooo tollen Fertig-Kloßteig (oder Knödelteig) von diversen Herstellern und für kleines Geld. Was soll man sich da die Finger schmutzig machen?

Heute denke ich anders. Und das kam so.

Eines Sonntags hatte die Kloßteig selbstgemacht oder KnödelteigFamilie relativ spontan die Anforderung, dass man JETZT SOFORT Klösse essen müsse. Und zwar nicht etwa die von mir favorisierten „rohen“, die man im Fränkischen oft bekommt. Sondern solche aus gekochten Kartoffeln.

Glücklicherweise fanden sich in der Kühlung noch ein paar mehlig kochende Kartoffeln, die eh fast das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hatten. Und mein gutes altes „Bayerisches Kochbuch“ war im Kochbuchregal auch sofort greifbar. Also ging ich frisch ans Werk, für meinen ersten Kloßteig selbstgemacht. Das ist sicherlich ein bißchen Aufwand. Aber Aufwand treibe ich an anderer Stelle auch in meiner Küche. Und hier muß ich (leider) wirklich sagen: Selbstgemacher Kloßteig – oder Knödelteig – lohnt den Aufwand wirklich. Das Ergebnis ist unglaublich lecker, viel leckerer als alles, was man im Laden fertig kaufen kann. Aber reden wir jetzt erstmal über die Zutaten für Kloßteig selbstgemacht oder Knödelteig

Zutaten für Kloßteig selbstgemacht oder Knödelteig (4 Personen)04

  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • 100-150 g Mehl
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 2 Scheiben altbackenes Schwarzbrot
  • Butter

Die Zubereitung für Kloßteig selbstgemacht oder Knödelteig

Zuzerst die Kartoffeln  gar dämpfen. Das dauert ungefähr 30-40 Minuten. Die Kartoffeln müssen wirklich absolut durch sein. Sie sind fertig, wenn man eine Rouladennadel oder ein Messer ohne Widerstand hineinstecken kann. Die Kartoffeln dann schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Auf einem Tuch ausbreiten und abdampfen lassen. Wenn die Kartoffeln kalt sind, die Gewürze zugeben. Die Eier und die Hälfte des Mehls untermischen und das Ganze zu einem Teig verarbeiten. Nach und nach (und nach Bedarf) das restliche Mehl zugeben. Die Mehlmenge richtet sich nach der Art der Kartoffeln und ihrem Gargrad und ist immer unterschiedlich. Den Teig nicht zu viel kneten, sonst wird er zäh.

Das Schwarzbrot in Würfel schneiden, die Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen.Die Brotwürfel in der Butter knusprig ausbraten.

Aus dem Kartoffelteig mit zwei angefeuchteten Händen (ich trage dazu immer Einweghandschuhe) Klöße formen, dabei immer 2-3 Schwarzbrot-Würfel mit einarbeiten. Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen, herunterschalten, sodass es nur noch leise simmert. Die Klöße hineingeben und in ca. 20 Minuten fertigkochen. Die Klöße sind fertig, wenn sie an der Oberfläche schwimmen.

http://www.ffnungszeiten-deutschland.com/

1 Kommentar

  1. „Die ersten 4 Jahre meines Lebens dachte ich: Kloßteig selbstgemacht … “

    Aha, eine frühe Berufung 🙂

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