Restaurant Luma Nürnberg – zweiter Besuch

Restaurant Luma Nürnberg

Das Restaurant Luma Nürnberg habe ich kurz nach seiner Eröffnung im Dezember 2016 schon einmal besucht. Damals war ich mit meinem Besuch im Restaurant Luma Nürnberg eigentlich ganz zufrieden, allerdings war mein Hauptgang für den aufgerufenen Preis nicht gut genug und der Service zeigte deutliche Schwächen. Nachdem ich in der Zwischenzeit etliche negative Stimmen über das Restaurant Luma Nürnberg gehört habe (vor allem über den Service), bin ich nun nochmal hingegangen, um diese Aussagen zu verifizieren. Allerdings bezogen sich viele der kritischen Stimmen auf den Abend im Restaurant Luma Nürnberg; ich bin jetzt mangels freier Zeit am Abend nochmal mittags hingegangen.

Restaurant Luma NürnbergBei meinem zweiten Besuch im Restaurant Luma Nürnberg war das Restaurant etwa zu einem Drittel bis maximal der Hälfte der Plätze voll. Nach genau zwölf Minuten war die Bedienung bereit, meine Bestellung aufzunehmen. Das ist zwar noch akzeptabel, aber schon ein wenig lang, wenn man normaler Arbeitnehmer ist und die Mittagspause nur eine Stunde dauert. Außerdem ist die Bedienung in den zwölf Minuten etliche Male freundlich lächelnd (und leer) an mir vorbeigelaufen. Nun gut. Mein Getränk kam dann nur drei Minuten später, was völlig ok ist. Zu Essen wählte ich einmal eine Miso-Suppe für 3,50 Euro als Vorspeise und dann einen „Luma-Burger“ als Hauptgericht für 16 Euro. Die Suppe kam 10 Minuten nach dem Wasser. Das ist ebenfalls noch akzeptabel, aber eine halbe „Normalo-Mittagspause“ wäre jetzt schon vorbei.

An einer Misosuppe kann man kaum etwas falsch machen. Diese hier – aus hellem Miso – war, sagen wir´s freundlich, „neutral“. Also kein Erlebnis, auch in keiner Weise überdurchschnittlich, sondern eher das Gegenteil davon. Neben Frühlingszwiebeln, Algen und Seidentofu könnte man durchaus auch darüber nachdenken, etwa eine Scheibe Shiitake-Pilz, Paprika oder Sojasprosse in die Suppe zu tun. Oder sie kräftiger abzuschmecken. Aber gut.

Weitere zehn Minuten später kam der – übrigens wenig attraktiv angerichtete – Burger. Nun sind 16 Euro für einen Burger in Nürnberg preislich schon eine echte Ansage. Hier muß wirklich alles stimmen. Bei meinem Exemplar war zumindest das Fleisch perfekt, nämlich medium und saftig gebraten. Auch das Brötchen war durchaus lecker, der süßliche „Miso-Lack“ (muß das so heißen?) war ok. Mich störte allerdings sehr, dass auf dem Burger Käse war, was nicht in der Speisekarte stand. Ich mag nämlich keinen Käse auf dem Burger, und ich vertrage ihn auch nicht. Ganz abgesehen davon hat mir der Käse (vermutlich ein Parmesan) auch nicht wirklich gut geschmeckt. Ein weiterer Punkt: Für 16 Euro sollte es vielleicht auch möglich sein, etwas anderes als eine billige Plastikflasche mit Heinz-Ketchup auf den Tisch zu stellen. Ich kenne andere Anbieter, die in einer ähnlichen Preisregion unterwegs sind und die für ein solches Geld ein hausgemachtes Ketchup anbieten. Das wäre keine Hexerei aber ein Zeichen dafür, dass man sich Mühe gibt und auf Details achtet.

Wirklich sehr gut (nur mal wieder zu wenig gesalzen) waren dagegen die Pommes, die zum Burger geliefert wurden: Außen kross und innen fluffig, wie aus dem Lehrbuch. So gute Pommes habe ich lange nicht mehr gegessen.

Insgesamt bleibt bei mir nach dem zweiten Besuch zwar kein schlechter, aber ein durchwachsener Eindruck, nachdem jetzt die „Einspielzeit“ eigentlich vorbei sein sollte: Der Service ist nicht schlecht, aber verbesserungsfähig. Und die Preise im Restaurant Luma Nürnberg sind für die gelieferte Qualität zu hoch.

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