Restaurant Weinstockwerk Nürnberg: Nachhaltige Steaks und guter Wein

Weinstockwerk Nürnberg

Das Restaurant Weinstockwerk Nürnberg habe ich vor knapp zwei Jahren das erste Mal besucht. Meine Eindrücke damals kann man hier in meinem Bericht nachlesen.

Nun war es aber mal wieder Zeit für einen weiteren Besuch. Qualität und Konzept einer Küche können sich ja mit der Zeit ändern, und bei meinem ersten Besuch fand ich das Weinstockwerk Nürnberg so interessant, dass ich einfach mal wissen wollte, wie der aktuelle Stand ist.

Weinstockwerk NürnbergUnser Besuch begann ein wenig holprig. Wir hatten unseren Tisch für 18.15 bestellt und waren brav um 18.00 Uhr im Lokal – nur leider außer uns niemand, zum Beispiel vom Service. wir standen also ein paar Minuten lang etwas unmotiviert im Gastraum herum, bevor dann der sehr freundliche Service-Mitarbeiter erschien. Das ist für mich aber kein echter Kritikpunkt, sondern eher eine kleine lustige Anekdote am Rande.

Schnell wurden wir an unseren Tisch geführt und konnten uns der (gottseidank!) sehr übersichtlichen Karte widmen. Es gibt hier verschiedene Varianten von Steaks, die meisten davon in Bio-Qualität und etliches als „Dry Aged“-Fleisch. Dieses Fleisch wurde traditionell „trocken“ gereift und schmeckt mir persönlich viel besser als das klassische „naß“ gereifte. Es ist aber teurer und vielleicht auch nicht jedermanns Sache.

Ich bestellte mir also ein Entrecote vom fränkischen „Black Angus“ Rind in Bioqualität und in der Garstufe „medium rare“.  Als Vorspeise suchte ich mir einen Avocado-Papaya-Salat mit Wildfang-Garnelen aus.

Weinstockwerk NürnbergDieser Salat war gut abgeschmeckt, hatte eine schöne Konsistenz und paßte perfekt zu dem heißen Sommertag, an dem wir das Weinstockwerk Nürnberg besuchten. Die 14 Euro, die das Restaurant Weinstockwerk Nürnberg dafür aufruft, sind durch die hohe Qualität der Garnelen gerechtfertigt.

Als zweiter Gang folgte dann das Fleisch. Es hatte leider nicht den von mir gewünschten Gargrad „Medium rare“ – möglicherweise hatte der Service-Mann das „Medium“ überhört, denn das Fleisch war eigentlich bleu bzw. „rare“, also blutig. sowas sollte in einem auf Steaks spezialisierten Haus eigentlich nicht passieren. Da ich aber kein Problem mit blutigem Fleisch habe, schmeckte mir das Entrecote trotzdem sehr gut. Durch die trockene Reifung war es wunderbar zart. Die begleitende Sauce Bearnaise (das ist im Prinzip eine Hollandaise, die mit Estragon verfeinert wurde) paßte wunderbar zum Fleisch. Auch die Pommes waren gut und der Beilagensalat ebenso.

Die große Stärke des Restaurants Weinstockwerk Nürnberg sind jedoch die Weine. Hier gibt es eine wirklich große und auch durchdachte Auswahl. Leider fand ich in der Karte aber nur wenige offene Weine. Also fragte ich den Service-Mann, ob er mir außerhalb der Karte noch offene Weine anbieten könne. Seine Antwort überraschte und entzückte mich gleichermaßen: „Such´ Dir doch einfach einen aus!“ Das muß man mir natürlich nicht zweimal sagen. Ich entschied mich für eine sehr schöne Cuvée vom österreichischen Weingut Preisinger, die mich den ganzen Abend über begleitete und zunehmend glücklicher machte.

Insgesamt ist das Restaurant Weinstockwerk Nürnberg für mich nach wie vor eine Empfehlung.

primark

Schreibe einen Kommentar