Mein bestes Brathähnchen klassisch

Brathähnchen klassisch

Brathähnchen klassisch Mein Brathähnchen klassisch ist das, was man gemeinhin ein Festessen nennt. Das bedeutet: Erstens, es ist unglaublich lecker. Zweitens: Man macht es nicht alle Tage, sondern zu besonderen Anlässen, denn drittens: Die Zutaten sind edel und teuer.

Moment mal: Ein Hähnchen soll edel und teuer sein? Jawolll, wenn es ein gutes sein soll.

Mittlerweile gibt es gottseidank wieder regionale Produzenten, die viel Wert auf Produktqualität legen und die ordentliche Hähnchen anbieten. Aber die Regel ist das leider noch lange nicht. Die Standard-Ware aus dem Supermarkt besteht noch immer aus Tieren, die unter erbärmlichen Umständen ein viel zu kurzes Leben hatten. Das finde ich schon an sich verwerflich und möchte es nicht unterstützen. Dazu kommt dann natürlich noch, dass diese Hühnchen einfach nach nichts schmecken und ihr Fleisch außerdem viel Wasser enthält. Alles Dinge, die man nicht braucht.

Qualität hat also auch hier seinen Preis. Ich bezahle ihn aber wirklich gerne, denn dafür kann ich mein Hühnchen guten Gewissens essen – und es schmeckt um Größenordungen besser.

Der Olymp der Geflügelhzucht liegt in der französischen Region Bresse am Rande der Alpen. Von dort habe ich mir zwei Hühnchen besorgt. Nur mal so als Anhaltspunkt: Diese Hühner werden nach den allerstrengsten Kriterien aufgezogen, sie bekommen gutes Futter und genügend Auslauf. Sie werden mehr als doppelt so alt wie unsere heimischen Brathähnchen aus dem Supermarkt – und das schmeckt man auch. In Frankreich werden Bresse-Hühner meistens mit Kopf und Füßen verkauft, was hierzulande leider verboten ist. Denn dann könnte man die Qualität noch besser beurteilen. Für ein Bresse-Huhn muß man pro Stück mit Kosten von mindestens 35 Euro rechnen. Daher oben der Begriff „Festessen“.

Und weil es ein Festessen ist, sitzen auch nicht nur zwei Leute am Tisch, sondern 6-8. Und dafür reicht ein Hähnchen nicht, also gebe ich das Rezept für zwei Brathähnchen an.

Die Zutaten für Brathähnchen klassisch (4 Personen)

  • 2 Brathähnchen
  • 6 Handvoll (das ist viel!) gehackte Kräuter, z. B. Petersilie, Majoran, Thymian, Basilikum
  • 8 EL Olivenöl
  • 3-4 Zitronen, Bio, halbiert
  • 8 Lorbeerblätter
  • 4 frische Rosmarinzweige
  • ca. 600 g Kartoffeln, in Grobe Stücke geschnitten
  • 8-10 KnoblauchzehenKnoblauch

Die Zubereitung für Brathähnchen klassisch

Zuerst die Hähnchen innen und außen waschen. Innen gründlich salzen und pfeffern. Jetzt vorsichtig mit den Fingern die Haut über der Bruts von hinten her (da, wo das große „Loch“ ist) ablösen. Notfalls ein kleines Messer zuhilfe nehmen, dabei aber sehr vorsichtig sein, damit die Haut nicht reißt. Nun unter der Haut salzen und die gehackten Kräuter in den Zwischenraum zwischen Brust und Haut schieben. Die Hähnchen von außen auch nochmal gründlich salzen und pfeffern und mit Olivenöl einreiben. Die Hähnchen jetzt mit den Lorbeerbrlättern, dem Knoblauch und den Zitronen füllen. Das „Loch“ entweder mit einer Rouladennadel verschließen oder die Hähnchen zusammenbinden. Dabei wird ein langer Bindfaden vom Rücken aus zuerst über die Flügel und von dort oberhalb der Schenkel nach hinten führen. Dann über Kreuz zum jeweils gegenüberliegenden Unterschenkel führen und die beiden Unterschenkel so zusammenbinden.

Den Ofen auf 220° vorheizen. Die Hähnchen auf einen Rost auf die mittlere Schiene geben (Brust nach oben). Darunter eine mit Olivenöl eingeölte Saftpfanne schieben, in die man die Kartoffelstücke und den Rosmarin gelegt hat. Die Kartoffeln befinden sich also unterhalb der Hähnchen. Dadurch tropfen alle Bratensäfte auf die Kartoffeln und es ergibs sich ein unglaublich leckerer Geschmack. Die Hähnchen immer wieder mit Bratensaft oder Olivenöl bepinseln. Nach ca. 1 Stunde im Ofen sind sie fertig. Das stellt man fest, indem man eine Rouladennadel zwischen der dicksten Stelle der Schenkel und dem Körper des Hähnchens ins Fleisch sticht. Wenn aus dem Stich keine rote, sondern klare Flüssigkeit austritt, ist das Hähnchen fertig. Sollte das Hähnchen zu dunkel werden, zuerst mit Alufolie abdecken und, wenn das nichts hilft, den Ofen auf 200° herunterdrehen. Das Hähnchen mit den Kartoffeln servieren. Dazu gibt´s eventuell noch eine schöne selbstgemachte Aioli, Mayonnaise oder Cocktailsauce.

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