Schlachtschüssel im Bratwursthäusle Nürnberg

Bratwursthäusle Nürnberg

Das Bratwursthäusle Nürnberg gehört genauso wie der Christkindlesmarkt zu jenen Nürnberger Institutionen, mit den der Nürnberger an sich gerne mal Probleme hat. Denn natürlich sind angesichts der zentralen Lage neben der Sebalduskirche immer viele Touristen im Bratwursthäusle. Und Touristen mag er ja nicht so, der Nürnberger. Aber es hilft nichts, manchmal muß man da durch. Denn das Bratwursthäusle ist nicht nur ein wichtiger – und seit der Schließung des „Bratwurst Herzle“ im vergangenen Jahr auch praktisch der einzige – Vertreter des Genres „Bratwurst-Küche“ in Nürnberg. Es schmeckt auch einfach sehr gut dort, und die ganze Truppe ist hoch professionell.

Bratwursthäusle NürnbergIch war nach langer Zeit mal wieder im Bratwursthäusle Nürnberg, weil ich etwas Besonderes ausprobieren wollte: Immer Mittwochs gibt es nämlich Schlachtschüssel im Bratwursthäusle Nürnberg. Das ist ein Gericht, für das ich große Sympathien hege – und das man in der Nürnberger Innenstadt nicht unbedingt an jeder Ecke bekommt.

Also habe ich mir die Zeit genommen und mich pünktlich zum Männleinlaufen (das an der Nürnberger Frauenkirche den Mittag anzeigt) im Lokal eingefunden. Dort war es wie immer ziemlich voll, aber ich konnte mich an einen bereits besetzten Tisch mit zwei freundlichen Menschen noch mit dazu setzen. Kaum saß ich, da war auch schon die unverbindlich-freundliche Bedienung da. Ich bestellte erstmal ein Tafelwasser, was prompt für Verwirrung sorgte: Das Getränk war zwar auf der Speisekarte ausgewiesen, aber offenbar wird es so selten bestellt, dass es der Bedienung unter dieser Bezeichnung offenbar nicht bekannt war. „Auch so, a Wasser“, meinte sie schließlich. Und kamm schon gleich postwendend mit dem Bestellten zurück. Das Essen dauerte kaum länger. Nach gerade mal guten fünf Minuten hatte ich schon mein Gedeck aus Blut- und Leberwurst, Bauchfleisch und – ungewöhnlicherweise – zwei gebratenen Bratwürsten. Aber, hey, wir sind im Bratwursthäusle!

Der aufgerufene Preis von 10,40 Euro für eine Schlachtschüssel geht in der Nürnberger Innenstadt in Ordnung. Auf dem Land wäre mir das zu teuer. Die Qualität war ebenfalls völlig in Ordnung. Blut- und Leberwurst schmeckten sehr gut und genau so „schweinig“, wie das sein soll. Das Kraut war für meine Begriffe überdurchschnittlich, schön weich geschmort und nicht zu sauer, außerdem gut abgeschmeckt. Die Bratwürste sind im Bratwursthäusle natürlich sowieso über jeden Zweifel erhaben. Lediglich das Bauchfleisch war etwas trocken – was leider nicht nur hier, sondern generell oft vorkommt und sich in einer normalen Restaurantküche auch schwer vermeiden läßt. Deswegen gibt es dafür keinen Punktabzug.

Ich selbst bin kein Freund riesiger Portionen, wie man sie gerade beim Thema „Schlachtschüssel“ leider allzu oft vorfindet. Das Bratwursthäusle ist da eine löbliche Ausnahme, die Portion war für mich problemlos schaffbar, ohne dass ich danach mit dem Taxi ins Büro hätte zurückfahren müssen. Alles in allem lautet mein Fazit also: Ordentliches Essen, eine professionelle, turboschnelle Bedienung, angemessener Preis. Es paßt alles bei der Schlachtschüssel im Bratwursthäusle Nürnberg.

http://www.ffnungszeiten-deutschland.com/

2 Kommentare

  1. werner Geiger sagt: Antworten

    Qualität hat ihren Preis. Ist der (zu) niedrig „stimmt“ meist etwas nicht, sei es die „Qualität der Speisen“ oder/und der Service. Das gilt auch für Lokale auf dem Land, wenngleich die natürlich geringere Mietkosten haben. Finde den Preis absolut angemessen, würde ihn auch auf dem Land bezahlen.

  2. Weißt du die Öffnungszeiten? Hat der Laden jeden Tag auf? Ich hatte gerade Weißwurst, und jetzt hab ich wieder Hunger

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