Cabbage Curry – also ein würziges Kohl-Curry mit Kokosmilch – ist eines dieser Gerichte, die mich immer wieder überraschen. Weißkohl ist ja zunächst einmal kein besonders glamouröses Gemüse. Er ist günstig, fast das ganze Jahr verfügbar und liegt oft eher unscheinbar im Gemüsefach. Aber genau daraus entsteht hier ein unglaublich aromatisches, cremiges und wärmendes Curry, das zeigt, wie viel Potential in einem einfachen Kohlkopf steckt.
Was ich an diesem Cabbage Curry besonders liebe: Es ist unkompliziert, alltagstauglich und gleichzeitig voller Tiefe. Die Basis bilden Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer, die zusammen mit klassischen indischen Gewürzen wie Kreuzkümmel, Koriander und Kurkuma angeröstet werden. Dazu kommt eine gute Portion Garam Masala und – ganz entscheidend – Kokosmilch. Sie sorgt für Cremigkeit und balanciert die Gewürze perfekt aus. Der Kohl wird beim Schmoren wunderbar weich, behält aber noch etwas Struktur. Genau so mag ich das.
Ein weiterer Pluspunkt: Dieses Cabbage Curry ist rein pflanzlich und trotzdem absolut sättigend. Kichererbsen bringen nicht nur Substanz, sondern auch eine feine, nussige Note ins Spiel. Wer möchte, kann das Curry mit Reis servieren oder einfach mit frischem Naan genießen. Für mich ist es ein perfektes Feierabendgericht – wenig Aufwand, viel Geschmack.
Und noch etwas: Gerade im Herbst und Winter greife ich besonders gern zu Kohl. Er ist regional verfügbar, preiswert und lange haltbar. Mit diesem Rezept bekommt er eine Bühne, die ihm wirklich gerecht wird. Wenn Du also Lust auf ein aromatisches, veganes Curry hast, das aus einfachen Zutaten etwas Besonderes macht, dann probiere dieses Cabbage Curry unbedingt aus.
Zutaten
1 mittelgroßer Weißkohl (ca. 1 kg), in feine Streifen geschnitten
2 EL neutrales Öl
1 große Zwiebel, fein gewürfelt
4 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Stück Ingwer (ca. 3 cm), fein gerieben
2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
2 TL Koriander, gemahlen
1 TL Kurkuma
1–2 TL Garam Masala
½–1 TL Chiliflocken (nach Geschmack)
1 Dose gehackte Tomaten (ca. 400 g)
1 Dose Kokosmilch (ca. 400 ml)
1 Dose Kichererbsen (ca. 240 g Abtropfgewicht), abgespült
Salz
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Saft einer halben Limette
Frischer Koriander (optional)
Zubereitung
Öl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Die gewürfelte Zwiebel darin 5–7 Minuten glasig und leicht goldbraun anschwitzen.
Knoblauch und Ingwer zugeben und unter Rühren etwa 1 Minute mitbraten, bis alles aromatisch duftet.
Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Garam Masala und Chiliflocken einrühren und kurz anrösten, damit sich die Gewürzaromen entfalten.
Die gehackten Tomaten hinzufügen und alles gut vermengen. Etwa 5 Minuten köcheln lassen.
Nun den geschnittenen Weißkohl portionsweise unterrühren. Er fällt beim Garen stark zusammen.
Kokosmilch und Kichererbsen zugeben, alles gut vermischen und das Curry bei mittlerer Hitze 20–25 Minuten sanft köcheln lassen, bis der Kohl weich ist, aber noch etwas Biss hat.
Mit Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken.
Nach Wunsch mit frischem Koriander bestreuen und heiß servieren – am besten mit Basmatireis oder Naan.











