Griechenland Santorini

Sommer-Serie: Mediterrane Küche, Teil 3

Heute geht meine kleine Sommer-Serie zur mediterranen Küche in ihre dritte Folge: Marokko, Spanien, Frankreich und Italien haben wir “abgearbeitet” – aber das Spektrum der Mittelmeer-Küche ist ja noch viel größer. Nach einem kurzen Abstecher nach Kroatien widmen wir uns heute zwei kulinarischen Destinationen, die es politisch nicht immer einfach miteinander haben: Griechenland und die Türkei. Kulinarisch spiegelt sich da vielleicht etwas wider, das dann letztlich zwischenmenschlich bzw. auch politisch zu Problemen führt: Eigentlich sind sich die beiden Länder sehr nah, oder anders gesagt: Sehr ähnlich. Diese große Nähe wird vielleicht nicht immer unbedingt als angenehm empfunden – wodurch man dann vielleicht meint, die durchaus vorhandenen Unterschiede noch mehr betonen zu müssen, um die eigene Identität – gefühlt! – nicht zu sehr zu verlieren. Aber genug der Küchen-Psychologie (!). Egal ob Gyros Pita oder Döner Kebap: Lecker schmeckt´s in beiden Ländern, die ich auch schon besuchen durfte. Deshalb hier meine wichtigsten Eindrücke.

Grillteller Griechenland
Ein typischer Grillteller. Aber die griechische Küche kann mehr!

Zuerst also nach Griechenland. Die griechische Küche hat weit mehr zu bieten als nur Gyros und Tzatziki. Ein schönes sommerliches Gericht ist zum Beispiel gegrillte Paprika mit Walnuss-Sauce. Dafür acht rote Paprikaschoten halbieren und bei 220° im Ofen grillen. Dann nach belieben enthäuten, jede Hälfte nochmal halbieren. Mit einer gehackten Knoblauchzehe in Olivenöl und Weißwein (oder Weißweinessig) marinieren und mit Salz und wenig Zucker abschmecken. 30g Walnüsse und ein Bund Frühlingszwiebeln hacken und mit 500 g Joghurt und etwas Zitronensaft verrühren, salzen und pfeffern. Dazu gibt es Fladenbrot.

Hier geht es übrigens zu meiner kleinen Serie über griechischen Wein: Teil 1 und Teil 2.

Der Schritt von Griechenland in die Türkei ist gleichzeitig ein Schritt Richtung Orient. Das spiegelt sich auch in der Küche wider. Ein kleines Beispiel dafür sind Sumach-Möhren. Dafür nehmen wir einen Bund zarte Möhren, schälen sie und vierteln oder halbieren sie der Länge nach (je nach Größe). Die Möhren mit Salz und Zucker würzen und kurz in Olivenöl anbraten. Dann 100 ml Wasser zugießen und in ca. 10 Minuten bißfest garen. Dann abgießen, mit einer ordentlichen Prise des Gewürzes “Sumach” (gibts in türkischen Läden) würzen. Die Möhren sind eine schöne Beilage für das Grillfest oder einfach für ein Steak oder Lammkoteletts.

In der nächsten Folge: Der Orient

primark

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